Unter der Bezeichnung des Glaukoms werden unterschiedliche Erkrankungen des Auges zusammengefasst. Alternativ wird das Glaukom häufig auch als sogenannter Grüner Star bezeichnet. Auch die Begrifflichkeit der sogenannten Makuladegeneration dient in der Medizin als Sammelbezeichnung für unterschiedliche Beeinträchtigungen des Auges.

Der Augenarzt Dr. Jost Elborg aus Wiesbaden führte eine Studie mit 196 Patienten mit Makuladegeneration bzw. Optikusatrophie über einen Zeitraum von zwei Jahren durch. Bei allen Patienten wurde der Hcy-Wert im Serum bestimmt, ausgewertet, mit den Patienten besprochen und – wenn nötig – eine Behandlung eingeleitet. Dabei wurden bestimmte Parameter erfasst:

                  • Lebensalter des Patienten
                  • Geschlecht
                  • Hcy-Wert in Mikromol pro Liter
                  • Ausprägung der Makuladegeneration (Einteilung von 1-6)
                  • Vorliegen eines Glaukoms
                  • Vorliegen einer Optikusatrophie

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Dr. Elborg kam zu dem Ergebnis, dass Homocystein – neben den bekannten Faktoren wie heller Haut, heller Regenbogenhaut, AMD-Erkrankungen in der Familie, Rauchen und Hypertonie – ein wichtiger und unabhängiger Risikofaktor für die Entwicklung einer altersbedingten Makuladegeneration ist. Vitamin B6, Vitamin B12 und Folat tragen zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei.

Die Beobachtungen der Wiesbadener Studie über Makuladegeneration, Optikusatrophie und Glaukom im Zusammenhang mit erhöhtem Hcy-Werten lassen sich nahtlos in die bekannten Zusammenhänge von Homocystein und degenerativen Gefäßerkrankungen einfügen. Dr. Elborg empfiehlt deshalb seinen Kollegen als Präventivmaßnahme, aber auch bei schon erkennbaren Veränderungen am Augenhintergrund im Bereich der Makula oder des Sehnervs den Homocysteinwert zu bestimmen.

Der Zusammenhang zwischen dem Homocysteinwert und Augenerkrankungen ist Gegenstand mehrerer Untersuchungen. Vitamin B6, Vitamin B12 und Folat tragen zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei.